Viele Menschen neigen dazu, andere nach ihrem Verhalten zu beurteilen, statt ihr wahres Sein zu sehen. Bedingungslose Liebe bedeutet, Verhalten von der Wertschätzung des Menschen zu trennen. Sagen Sie Ihrem Kind: „Das, was du getan hast, war nicht gut, aber du bist ein wundervolles Kind. Wir lieben dich immer, egal was passiert.“ Diese bedingungslose Zuwendung stärkt das Selbstwertgefühl und wirkt schützend gegen Ängste und Stress.

Bedingungslose Liebe heisst auch, die elterliche Zuwendung nicht an Leistungen zu koppeln. Andernfalls kann bei Kindern das Gefühl entstehen: „Ich bin nicht genug.“ Liebe ist kein Tauschgeschäft – sie ist ein Geschenk. Viele Menschen suchen ein Leben lang nach Liebe und Anerkennung und verfallen dabei in Perfektionismus und Leistungsdruck. Dieser Drang nach Anerkennung kann leicht zu Stress und Burnout führen.

Es ist entscheidend, die eigene Zufriedenheit nicht von der Anerkennung durch andere abhängig zu machen, sondern sich selbst zu mögen und das Wertvolle an sich anzuerkennen.


Nur mit dem Herzen sieht man die Wahrheit und damit die Liebe

Die Wahrheit – und damit auch unser wahres Selbst – ist Liebe. Diese finden wir in unserem Herzen. Nicht im Aussen. Nicht im materiellen Besitz, in unseren Leistungen oder im Bemühen, anderen Menschen zu gefallen. Hier sind Liebe und Identität nicht zu finden.

Bleiben wir in Verbindung mit unserem Herzen, der Liebe, so schöpfen wir daraus Kraft und erleben wertvolle Zustände wie Frieden, Freude und Glückseligkeit. So sind wir wie ein Bambus: tief verwurzelt und gleichzeitig elastisch, selbst im grössten Sturm.

Verwurzelt in der Liebe begegnen wir auch anderen Menschen auf Augenhöhe – mit Interesse, Offenheit, Empathie, Wertschätzung und Respekt. Bleiben wir in Verbindung mit unserem innersten Kern, der Liebe, so bleiben wir und unsere Beziehungen authentisch und gesund.