Laut der PISA-Studie 2018 ist Mobbing an Schweizer Schulen ein ernstes Problem. Im europäischen Vergleich berichten 15-jährige Schülerinnen und Schüler in der Schweiz – neben Italien – am häufigsten über Mobbingerfahrungen. Diese besorgniserregende Tendenz zeigt einen Anstieg gegenüber der PISA-Studie 2015 (Konsortium PISA.ch, 2019).
Positive Entwicklungen in der PISA-Studie 2022
Erfreulicherweise zeigt die PISA-Studie 2022 im OECD-Durchschnitt eine Abnahme der Mobbingerfahrungen bei 15-Jährigen. Auch in der Schweiz ist dieser positive Trend sichtbar: Durchschnittlich 19 Prozent der Schülerinnen und Schüler fühlen sich als Mobbingopfer (Erzinger, Pham, Prosperi & Salvisberg, 2023). Doch 19 Prozent sind immer noch zu viele!
Warnsignale für Eltern
Es ist wichtig, dass Eltern Warnsignale erkennen, um Mobbing frühzeitig zu identifizieren:
• Unwillen, zur Schule zu gehen
• Verschlechterung der schulischen Leistungen
• Häufige körperliche Beschwerden
• Wenige oder keine Freunde in der Schule
• Zunehmende Ängstlichkeit
• Rückzug und Konzentrationsschwierigkeiten
• Selbstabwertung
• Appetitlosigkeit und Schlafprobleme
• Körperliche Verletzungen
• Verlust oder Beschädigung von persönlichen Gegenständen
Schlüsselrolle von Mobbing-Prävention und Anti-Mobbing-Programmen
Die psychischen und gesundheitlichen Folgen von Mobbing sind gravierend. Deshalb ist die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen bei der Verarbeitung ihrer Mobbing-Erfahrungen entscheidend:
• Aufbau von Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl
• Abbau belastender Gefühle und Ängste
• Unterstützung bei der Frage „Wer bin ich, wenn ich nicht gemobbt werde?“
Ich biete professionelle Unterstützung für Ihr Kind auf seinem Weg der persönlichen Weiterentwicklung.
Podcast zum Thema Mobbing
Ergänzend zu diesem Beitrag finden Sie ein Gespräch mit Christelle Schläpfer im Podcast Mobbing anders angehen: Interview „Jede Mobbingsituation ist anders“ anhören.

